Systemische Supervision
in Holzkirchen und dem Münchner Süden
Systemische Supervision - Holzkirchen und Münchner Süden
Systemische Supervision ist eine spezialisierte Form der Beratung und Begleitung von Einzelnen und Teams im beruflichen Kontext. Systemische Supervision wird häufig in sozialen, pädagogischen, therapeutischen und organisationalen Kontexten eingesetzt, um die berufliche Praxis zu reflektieren, zu verbessern und weiterzuentwickeln. Die systemische Supervision betrachtet dabei nicht nur den einzelnen Klienten oder die spezifische Situation, sondern auch die Beziehungen und Wechselwirkungen innerhalb des gesamten Systems.
Grundprinzipien der Systemischen Supervision
Systemtheorie
Die Systemtheorie bildet die theoretische Grundlage der systemischen Supervision. Sie geht davon aus, dass Individuen in komplexen sozialen Systemen agieren, in denen alle Teile miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Veränderungen in einem Teil des Systems können Auswirkungen auf andere Teile haben. Dies bedeutet, dass Probleme und Lösungen nicht isoliert betrachtet werden sollten, sondern immer im Kontext des gesamten Systems zu sehen sind.
Zirkularität
Ein zentrales Konzept der systemischen Supervision ist die Zirkularität, die Idee, dass es keine linearen Ursache-Wirkungs-Beziehungen gibt, sondern dass Interaktionen und Ereignisse in einem ständigen Rückkopplungsprozess miteinander verbunden sind. Dies hilft, festgefahrene Denkmuster zu durchbrechen und neue Perspektiven zu entwickeln.
Konstruktivismus
Der Konstruktivismus, ein weiterer Grundpfeiler der systemischen Supervision, geht davon aus, dass Wirklichkeit sozial konstruiert ist. Das bedeutet, dass jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit und Bedeutung konstruiert, basierend auf seinen Erfahrungen und Interaktionen. In der Supervision wird daher großer Wert auf die subjektiven Perspektiven der Beteiligten gelegt.
Allparteilichkeit
Allparteilichkeit bezeichnet eine Haltung der Bereitschaft zur Identifikation und Parteilichkeit mit allen an einem System oder einem Konflikt beteiligten Personen.
Meine Allparteilichkeit bedeutet dabei konkret, dass ich versuche die Anliegen und Erwartungen aller Parteien zu verstehen und das gegenseitige Verstehen zu vermitteln und dadurch, wenn notwendig, den Parteien helfe, ihre Anliegen zu benennen, zu begründen und zu vermitteln.
Durch meine Haltung, innere Flexibilität und Empathie stelle ich Ihnen im professionellen Kontext meine Allparteilichkeit zur Verfügung. Allparteilichkeit verlangt eine distanzierte Neutralität auf der sachlichen Ebene, aber keine distanzierte Neutralität auf der Beziehungsebene. Als systemische Supervisorin arbeite ich sehr transparent. Sollte ich feststellen, dass ich die allparteiliche Ebene gefährdet sehe, so bringe ich es umgehend mit Ihnen in Kontakt.

Ziele und Nutzen der Systemischen Supervision
Reflexion und Selbsterkenntnis
Eines der Hauptziele der systemischen Supervision ist die Reflexion der eigenen beruflichen Praxis. Supervision bietet einen Raum, in dem Fachkräfte ihre Erfahrungen und Herausforderungen besprechen und analysieren können. Dies fördert die Selbsterkenntnis und ermöglicht es den Supervisanden, ihre eigenen Verhaltensweisen und Denkmuster zu erkennen und zu hinterfragen.
Ressourcenaktivierung
Ein weiterer wichtiger Aspekt der systemischen Supervision ist die Aktivierung von Ressourcen. Oftmals sind sich Fachkräfte der Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen, nicht bewusst. Die Supervision hilft, diese Ressourcen zu identifizieren und zu nutzen, um berufliche Herausforderungen zu bewältigen.
Perspektivenwechsel
Die systemische Supervision ermutigt die Beteiligten, verschiedene Perspektiven einzunehmen. Durch den Blick auf das gesamte System und die verschiedenen Wechselwirkungen innerhalb dieses Systems können neue Lösungswege entdeckt und kreative Ansätze entwickelt werden.
Verbesserung der Kommunikation
Systemische Supervision trägt zur Verbesserung der Kommunikation innerhalb von Teams und Organisationen bei. Durch die Reflexion von Kommunikationsmustern und die Erarbeitung neuer Kommunikationsstrategien können Missverständnisse reduziert und die Zusammenarbeit verbessert werden.
Die systemische Supervision fokussiert u. a. Fragestellungen nach
der Unterscheidung „Innen - Außen“: wer gehört dazu und wer nicht, wer sind „wir“ und wer sind die „Anderen”?
Konstruktion von Unterschieden u. a. zwischen Beziehungen, Verhalten, Handlungen, Ideen, Zeitebenen, Aufgaben
Stabilität und Bewegung: was soll sich verändern, was soll bleiben, wie viel Bewegung verträgt das System, wie viel Stabilität braucht es?
Synchronisieren und Desynchronisieren: was kann oder muss zentralisiert/dezentralisiert werden, worin braucht es Übereinstimmung, worin Diversität?
Kommunikationsformen und Kultur – welche Werte werden gelebt und wie werden sie sichtbar?
Viabilität und Wahlmöglichkeit: was ist nützlich, brauchbar, hilfreich? (als Bewertungskriterien)
Lösungen, Visionen und Ressourcen: was hat bisher gut funktioniert, wie ist es gelungen dies zu erreichen, welche Ressourcen stehen zur Verfügung, was ist geschehen, wenn das Ziel erreicht ist?
Meine methodischen Ansätze in der Systemischen Supervision
Zirkuläres Fragen
Zirkuläre Fragen sind eine weitere wichtige Methode in der systemischen Supervision. Diese Fragen zielen darauf ab, die Perspektiven und Wahrnehmungen der Beteiligten zu erweitern, indem sie die Beziehungen und Interaktionen im System beleuchten. Beispiele für zirkuläre Fragen sind: „Wie würde Ihr Kollege die Situation beschreiben?“ oder „Was glauben Sie, was Ihr Verhalten bei anderen auslöst?“
Skulpturarbeit und Familienbrett
Diese systemische Methode dient zur Veranschaulichung von Mitwirkenden und Beziehungen innerhalb der Systeme und darüber hinaus. Die Skulpturarbeit macht es möglich, sich in andere Perspektiven hineinzuversetzen und seine eigene Position zu verlassen, um neue Lösungswege zu erkunden und durch eine andere Brille blicken zu können. Auch das Familienbrett ermöglicht einen Blick von außen, auch wenn Sie mitten im System stehen, wodurch sich nochmal ganz andere Wege öffnen im Umgang mit den Themen.
Hypothetisieren
Das Hypothetisieren ist eine zentrale Methode in der systemischen Supervision. Dabei werden Hypothesen über die Dynamiken und Wechselwirkungen im System entwickelt. Diese Hypothesen dienen als Ausgangspunkt für die weitere Exploration und Reflexion und helfen, neue Sichtweisen zu eröffnen. Als systemische Supervisorin stelle ich meine Hypothesen zum System gerne zur Verfügung. Mit diesen Hypothesen können wir weiterarbeiten oder sie gegebenenfalls wieder verwerfen.
Genogramme und Organigramme
Ein Genogramm oder ein Organigramm sind visuelle Instrumente, die verwendet werden, um familiäre und berufliche Beziehungen und Muster darzustellen. Es hilft, die Struktur und Dynamik des Systems zu visualisieren und tiefergehende Einsichten in die Interaktionen und Beziehungen zu gewinnen.
Uvm…
Anwendungsfelder der Systemischen Supervision
In Organisationen wird systemische Supervision eingesetzt, um die Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb von Teams zu verbessern. Sie hilft, strukturelle Probleme zu identifizieren und Lösungsstrategien zu entwickeln, die das gesamte System berücksichtigen. Dies trägt zur Steigerung der Effizienz und Zufriedenheit der Mitarbeiter bei.
Auch im pädagogischen Bereich findet systemische Supervision Anwendung. Lehrer und Erzieher profitieren von der systemischen Supervision, indem sie ihre pädagogische Praxis reflektieren und verbessern können. Besonders bei der Arbeit mit herausfordernden Schülern oder in konfliktreichen Situationen bietet die systemische Perspektive wertvolle Unterstützung.
In der sozialen Arbeit und Therapie wird systemische Supervision häufig genutzt, um Fachkräfte bei der Reflexion ihrer Fälle und der Entwicklung neuer Handlungsstrategien zu unterstützen. Sie hilft, die oft komplexen und vielschichtigen Probleme der Klienten besser zu verstehen und effektiver zu bearbeiten.
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Organisationen
Im Gesundheitswesen unterstützt systemische Supervision medizinisches Personal bei der Bewältigung der hohen beruflichen Anforderungen und der oft emotional belastenden Arbeit. Durch die Reflexion der eigenen Praxis und die Entwicklung neuer Bewältigungsstrategien können Burnout und Stress reduziert werden.
Widerstand gegen Veränderung
Veränderungen im System können auf Widerstand stoßen, da sie bestehende Strukturen und Machtverhältnisse infrage stellen können. Als systemische Supervisorin ist mir das bereits bekannt. Dadurch bin ich in der Lage, mit diesem Widerstand konstruktiv umzugehen und Veränderungsprozesse behutsam zu begleiten.
Abgrenzung zur Therapie
Ein weiterer Aspekt ist die klare Abgrenzung zur Therapie. Systemische Supervision ist keine Therapie, obwohl sie therapeutische Elemente enthalten kann. Der Fokus liegt auf der beruflichen Praxis und nicht auf der Bearbeitung persönlicher Probleme.
Mein Supervisionsangebot umfasst…
Systemische Leitungssupervision
Systemische Teamsupervision
Systemische Fallsupervision
Systemische Einzelsupervision
Systemische Lehrsupervision (im Rahmen systemischer Ausbildungen).
Fazit
Systemische Supervision ist ein wertvolles Instrument zur Förderung der beruflichen Entwicklung und zur Verbesserung der Praxis in verschiedenen beruflichen Feldern. Durch die Betrachtung des gesamten Systems und die Anwendung systemischer Methoden unterstütze ich Sie als Fachkräfte dabei, ihre Arbeit effektiver und reflektierter zu gestalten. Trotz aller Herausforderungen biete ich Ihnen mit meiner Arbeit als systemische Supervisorin in Holzkirchen und dem Münchner Süden vielfältige Möglichkeiten zur persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung. Mit meinem Koffer voller systemischer Methoden und meinem Wissen begleite ich Sie in Ihren Prozessen. Dies trägt in Folge zur Verbesserung der Qualität und Effizienz in sozialen, pädagogischen und organisationalen Kontexten bei.
In meiner Arbeit als systemische Supervisorin in Holzkirchen und Münchner Süden stelle ich Ihnen meine gesamte Expertise aus Theorie und Praxis zur Verfügung, von welcher Sie auch langfristig profitieren können. Neben praktischer Erfahrung bringe ich ein großes Repertoire an systemischer Theorie und Methodik mit und arbeite mit Ihnen praktisch an Ihren Anliegen. Sowohl im Bereich von Team- als auch im Bereich von Fallsupervision habe ich Erfahrung, die ich gerne mit Ihnen teile. Gerne unterstütze ich Sie professionell bei Ihren Themen. Systemische Supervision biete ich sowohl in meiner Praxis in Holzkirchen und Münchner Süden an, als auch bei Ihnen vor Ort.
Sind Sie neugierig geworden?
Wenn Sie mehr über mich und mein Angebot in Holzkirchen und dem Münchner Süden erfahren wollen, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme.
FAQ
Was ist systemische Supervision?
Systemische Supervision ist eine Beratungsform, die professionelles Handeln und institutionelle Strukturen reflektieren möchten. Die Systemische Supervision ist auf Einzelne, Gruppen, Teams und Organisationen anwendbar. Sie kann verschiedene Themen abdecken, wie z. B. Rollenklärung, Arbeitsbeziehungen, Konfliktlösung und Umgang mit Veränderungen. Sie basiert auf systemischen Theorien wie der Kommunikationstheorie, der Kybernetik und der Systemtheorie. Sie verwendet verschiedene Methoden, um Hypothesen zu bilden, Perspektiven zu wechseln, Fragen zu stellen, Feedback zu geben und kreative Lösungen zu finden. Systemische Supervision ist immer an den jeweiligen Kontext angepasst.
Was ist die Aufgabe eines systemischen Supervisors?
Ein systemischer Supervisor spielt eine zentrale Rolle in der Führung, indem er unterstützend und beratend zur Seite steht. Er hilft dabei, Probleme am Arbeitsplatz zu identifizieren und unterstützt dabei neue Perspektiven einzunehmen und Lösungen zu erarbeiten. Die Aufgaben eines systemischen Supervisors umfassen das Zuhören, Begleiten und Unterstützung bei der Bewältigung von Problemen.
Wie lange dauert eine systemische Supervision?
Die Dauer einer Supervision hängt vom jeweiligen Anlass und vom Supervisanden ab.
Es gibt die Möglichkeit eine regelmäßige Supervision in Anspruch zu nehmen. Diese findet in aller Regel alle zwei bis drei Monate statt und sollte je nach Teilnehmergröße mindestens zwei Stunden dauern. Wenn kein akuter Bedarf besteht, kann eine systemische Supervision auch zwei bis drei Mal jährlich stattfinden. Sowohl die Abstände als auch die gesamte Dauer orientieren sich folglich je nach Bedarf.
Was ist der Unterschied zwischen einer systemischen Supervision und anderen Ausrichtungen?
Wie in der Therapie, gibt es auch in der Supervision unterschiedliche Ansätze. Der systemische Ansatz ist ganzheitlich und bedient sich am systemischen Repertoire und an der systemischen Methodik. In der systemischen Supervision wird nicht nur der Einzelne betrachtet, sondern das gesamte mitwirkende System, die Interaktionen und Beziehungen. Diese Vorgehensweise ermöglicht neue Perspektiven und Lösungsansätze.